Prüfablauf / Systembeschreibung

Die Präqualifizierung erfolgt nach der Vereinbarung gemäß §126 Abs 1a SGB V über das Verfahren zur Präqualifizierung von Leistungserbringern, die zwischen dem GKV Spitzenverband der Krankenkassen und den Spitzenverbänden der einzelnen Berufe vereinbart wurde.

Die Präqualifizierung ist in 4 Phasen aufgeteilt:

Download Ablaufschema der 4 Phasen

Ablauf- Leistungsbeschreibung

1. Phase:

  • Antragsteller erfasst seine Daten in dem Präqualifizierungsantrag.
  • Antragsteller kreuzt die Leistungsbereiche im Formular Erfassungsbogen/Prüfliste/Begehungsprotokoll an.
  • Diese Vorlagen sind mit Formularfeldern versehen, in denen Sie Ihre Daten eingeben können. Für die Antragsbearbeitung benötigen wir beide Vorlagen mit den einzureichenden Nachweise / Unterlagen (Siehe Internetseite Checkliste Nachweisdokumente). Sollten Sie im Vorfeld nicht alle Nachweisdokumente vorhanden haben, können diese auch nachgereicht werden.

2. Phase:

  • Antrag mit Nachweisdokumenten geht bei unserer Präqualifizierungsstelle ein und wird im Vorfeld einer Dokumentenprüfung unterzogen.
  • Sollten Beanstandungen festgestellt werden, so wird der Antragsteller schriftl. informiert.
  • Kriterienüberprüfung für eine evtl. verpflichtende Betriebsbegehung. Sollte eine Betriebsbegehung anstehen, so wird der Antragsteller über Umfang und möglichen Termin schriftl. informiert.

3. Phase:

  • Bei evtl. Betriebsbegehung werden die erforderlichen Kriterien geprüft und im Erfassungsbogen/Prüfliste/Begehungsprotokoll dokumentiert.

4. Phase:

  • Nach der Dokumentenprüfung und der eventuellen Betriebsbegehung wird ein Ergebnisbericht erstellt. Bei positivem Entscheid erhält der Antragsteller den ausgefüllten Erfassungsbogen/Prüfliste/Begehungsprotokoll und den Ergebnisbericht.
  • Der Ergebnisbericht wird von unserer Präqualifizierungsstelle elektronisch an die Datenbank des GKV Spitzenverband / Berlin versendet.
  • Mit dem Abschluss der Präqualifizierung hat der Antragsteller Zugang zu den Verträgen der Krankenkassen (Rechtgültigkeit der Präqualifizierung 31.12.2010)

Die Leistungen werden während der gesamten Vertragslaufzeit gewährleistet. Die Erstpräqualifikation hat eine Gültigkeit von 5 Jahren und muss nach dieser Frist erneut erlangt/beantragt werden. Jedoch weisen wir dringend daraufhin, dass 6 Monate vor Ablauf der Frist ein Antrag auf Folgepräqualifizierung erteilt werden muss, um nicht wegen einer Fristüberschreitung die erworbene Präqualifizierung zu verlieren.

  • Hierfür haben wir ein EDV System eingerichtet, das eine kostenfreie, automatische Email-Information zu dem erforderlichen Termin an Sie sendet.
  • Wir haben ein Internetportal, zu dem Sie per Login / Passwort Ihren eigenen Zutritt zu Ihrer Datenbank haben.
    (siehe www.interqm.de)

Erstpräqualifizierung

  • Erfassen und Eingliederung des Leistungserbringers zur Präqualifikation
  • Prüfung der eingereichten Unterlagen
  • Überprüfung der Betriebsräume und des Inventars vom Leistungserbringer
  • Erstellung der Berichte und Bestätigungsnachweise / Zertifikate
  • Eventuell Anhörung vor Ablehnung/Einspruchswesen
  • Bericht/Datenübermittlung an den GKV Spitzenverband der Krankenkassen und des jeweiligen Leistungserbringers

Folgepräqualifizierung

  • Erfassen und Eingliederung des Leistungserbringers zur Präqualifikation
  • Prüfung der eingereichten Unterlagen
  • Überprüfung der Betriebsräume und des Inventars vom Leistungserbringer
  • Erstellung der Berichte und Bestätigungsnachweise / Zertifikate
  • Evtl. Anhörung vor Ablehnung / Einspruchswesen
  • Bericht / Datenübermittlung an den GKV Spitzenverband der Krankenkassen und des jeweiligen Leistungserbringers

Änderungen der Rahmenbedingungen bei einem präqualifizierten Leistungserbringer während der 5 Jahresfrist

Während der Laufzeit von 5 Jahren sind Sie verpflichtet Ihre betrieblichen und/oder personellen Änderungen der Präqualifizierungsstelle schriftlich mitzuteilen. Auch hier greift unser Internetportal (inTerQM), das es Ihnen ermöglicht, den Datensatz per Internet in vorgegebenen Masken an uns zu versenden.

Bereits geprüfte Leistungserbringer müssen der Präqualifizierungsstelle maßgebliche Änderungen in den tatsächlichen oder rechtlichen Verhältnissen, die zum Zeitpunkt der Erteilung der Bescheinigung vorgelegen haben, unverzüglich schriftlich anzeigen. Es obliegt dem Leistungserbringer nachzuweisen, dass er die Präqualifizierungsanforderungen weiterhin erfüllt.

Maßgebliche Änderungen liegen vor:

  • bei Wechsel des Inhabers eines Einzelunternehmens und/oder bei Wechsel des fachlichen Leiters bzw. der für die Leistungserbringung verantwortlichen Person
  • bei Standortwechsel des Unternehmens oder von Teilen des Unternehmens, soweit dort die Hilfsmittelleistung erbracht wird und/oder
  • bei maßgeblichen räumlichen Änderungen, die die Präqualifizierungskriterien gemäß § 126 Abs. 1 Satz 2 SGB V berühren
  • bei Erweiterung der Versorgungsbereiche
  • Auflösung des Unternehmens/bei Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Firmenvermögen bzw. eines vergleichbaren Verfahrens oder wenn sich das Unternehmen in Liquidation befindet und/oder
  • bei Änderungen, die in den Empfehlungen nach § 126 Abs. 1 Satz 3 SGB V als maßgeblich gekennzeichnet sind.
  • Eröffnung einer neuen Betriebsstätte
BESCHWERDESTELLE

Sollten sich der Antragssteller und die Präqualifizierungsstelle über die Prüfergebnisse und/oder den Ablauf der Prüfung nicht einig sein, so haben wir eine neutrale unabhängige Beschwerdestelle eingerichtet. Diese Stelle hat die Aufgabe, zwischen den Parteien zu schlichten und ein mögliches gerichtliches Verfahren abzuwenden.

Bender & Unterbörsch
Rösrather Straße 655
D-51107 Köln

Die Beschwerdeordnung/das Verfahren wurde durch den GKV Spitzenverband der Krankenkassen vorgegeben (siehe Anforderung Downloads). Der Antragsteller kann innerhalb von vier Wochen (ab Zustellung der teilweise oder vollständig ablehnenden Entscheidung) Einspruch erheben.

Das Verfahren ist für die Parteien grundsätzlich kostenpflichtig. Die Beschwerdestelle entscheidet innerhalb von sechs Wochen nach Eingang der Beschwerde. Das Beschwerdeverfahren schließt den Rechtsweg zu den Gerichten nicht aus.

DOWNLOADS

Nachweisdokumente 01-2011

Meldepflicht der Antragsteller

Kriterienkatalog 1.0.4 des GKV gültig ab 07.2013

Kriterienkatalog 1.0.5 des GKV gültig ab 01.2017

Selbstverfplichtung Erreichbarkeit der fachlichen Leitung