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Das Gesundheitswesen in Deutschland ist durch eine
weitreichende Ausdifferenzierung von Fachqualifikationen und Versorgungsfunktionen
gekennzeichnet. Zum einen wird ein breit gefächertes und in Teilbereichen
zugleich hochspezialisiertes Leistungsangebot vorgehalten, zum anderen entsteht
dadurch eine stark ausgeprägte Tendenz zur Fragmentierung und Desintegration
von Versorgungsabläufen.
Die Anforderungen an das Versorgungssystem werden mehr
und mehr durch die Bedarfslagen älterer Menschen und chronisch kranker
Patienten bestimmt, die über längere Zeiträume auf professionelle Hilfe
angewiesen sind und deren gesundheitliche und soziale Problemlagen eine hohe
Komplexität aufweisen.
Diese Komplexität verlangt nach einem sehr engen
Zusammenwirken und einer sorgfältigen Abstimmung der von unterschiedlichen
Einrichtungen bzw. Berufsgruppen erbrachten Leistungen. Die strukturell bedingte Desintegration unterschiedlicher
Berufsgruppen wie auch die aktuelle Umstellung im deutschen Krankenhauswesen
verweisen gleichermaßen auf die Notwendigkeit einer Überprüfung und
Neubestimmung von Aufgabenprofilen der Leistungserbringer.
Das Modellvorhaben soll folgendende
Problemkomplexe evaluieren: Die
Kooperation zwischen Klinik, Pflege und Sanitäts-Fachhandel.
Im Hinblick auf
veränderte Aufgaben- und Rollenprofile der Leistungserbringer ist die
Kooperation für die zielgerichtete, konsequent an den Problemlagen des
Patienten ausgerichtete Integration von Versorgungsleistungen zwingend notwendig.
Die
Positionierung von Klinik, Pflege und Sanitäts-Fachhandel innerhalb eines
Versorgungssystems, das durch eine stärkere Vernetzung und Integration von
Leistungen auf institutioneller Ebene gekennzeichnet ist (GMG 2003).
Die
Qualitätssicherung in der pflegerischen Versorgung ist nur in Kooperation mit
dem medizinischen Fachhandel und Sanitäts-Fachhandel möglich. Ziel des Modellvorhabens ist die Stellung von Klinik,
Pflege und Sanitäts-Fachhandel im Kontext von Kooperation, Vernetzung und
integrierter Versorgung für ausgewählte Versorgungsbereiche abzubilden.
Kooperationen in der ambulanten Versorgung sind besonders für die
Patientengruppen zwingend notwendig geworden, die mit komplexen
gesundheitlichen Problemlagen das Anforderungsprofil für professionelle Hilfen
und Beratung herausfordern. Somit wird die Kooperation der Gesundheitsberufe
und medizin-technischen Einrichtungen einen immer wichtigeren Stellenwert
erhalten.
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